Berufsbild

Bühnenmaler:innen und -plastiker:innen arbeiten im Bereich der Ausstattung eines Theaters. Weitere Einsatzgebiete sind insbesondere Film- und Fernsehproduktionen, Messe- und Ausstellungsbau sowie Dekorations- und Kirchenmalerei. Aufgabe ist es, Bühnenbildentwürfe der Bühnenbildner:innen zeichnerisch, malerisch und plastisch umzusetzen. So entstehen unterschiedliche bildliche oder plastische Darstellungen als Kulissen für die Theaterproduktionen. Für Bühnenmaler:innen steht das Malen von Dekorationen und Prospekten im Vordergrund, für Bühnenplastiker:innen die Anfertigung plastischer Arbeiten (Säulen, Figuren, Tiere, Möbel, Reliefs u.a.) mit unterschiedlichen Materialien (Polystyrol, Ton, Gips, Holz, Kunststoffe u.a.). Die Techniken und Stilrichtungen sind vielfältig. Die Motive entstammen den Bereichen Landschaft, Architektur, Materialimitation, Porträt, figürliche Malerei, Anatomie, Schriften und Ornamente. Beide arbeiten zunehmend auch mit digitalen Medien.

Voraussetzungen

Zu den formalen Voraussetzungen gehört die erfolgreiche Absolvierung der allgemeinen Schulpflicht. Die Bewerber:innen müssen folgende Fertigkeiten mitbringen: ausgeprägtes Mal- und Zeichentalent, künstlerische und handwerklich-technische Begabung, Interesse am Theater, räumliches Seh- und plastisches Vorstellungsvermögen, gute Farbsehtüchtigkeit, künstlerisches Einfühlungsvermögen, Ausdauer, gute körperliche Konstitution, Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit. Bühnenmaler:innen und -plastiker:innen arbeiten häufig im Stehen oder in gebückter Haltung sowie im Umfeld von Farben und Lösungsmitteln. Der Stütz- und Bewegungsapparat sollte daher nicht beeinträchtigt sein und einschlägige Allergien nicht bestehen. Gute Noten in Kunst und Technik sowie mathematische Kenntnisse sind von Vorteil. So gilt es z.B. Entwürfe maßstabsgerecht umzusetzen.

Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Sie ist bundeseinheitlich geregelt und staatlich anerkannt. In den ersten beiden Ausbildungsjahren lernen

die Auszubildenden gemeinsam. Im dritten Ausbildungsjahr ist zwischen den Fachrichtungen „Malerei“ und „Plastik“ zu wählen. Die Ausbildung ist dual aufgebaut. Die praktische Ausbildung erfolgt in den Werkstätten der Theater, die theoretischen Inhalte vermitteln die Berufsschulen. Weitere Ausbildungsplätze gibt es bei Fernsehanstalten, Filmproduktionen, in Bildhauer- und Malerateliers sowie in Ausstattungsbetrieben. Wer im Einzelnen ausbildet bzw. zurzeit freie Ausbildungsstellen bereithält, muss beim jeweiligen Betrieb direkt erfragt werden. Die Hochschule für Bildende Künste in Dresden bietet überdies das Fachhochschulstudium „Theaterausstattung“ an.