Berufsbild

In Theatern arbeiten Maler:innen und Lackierer:innen in der Hausinstandhaltung. Ihre Aufgabe ist es, die stark genutzten Immobilien des Kunstbetriebes als Haushandwerker:innen auf „Vordermann“ zu bringen. Als Veranstaltungshandwerker:innen kümmern sie sich neben dem Auf- und Abbau von Dekorationen und der Proben- und Vorstellungsbetreuung um malerische Anforderungen im Bühnenbetrieb, z. B. bei farblichen Ausbesserungsarbeiten an Dekorationen und Bühnenelementen. Im Dekorationsbau kann die Expertise als Ergänzung zur Theatermaler:in bei hochwertigen Lackierarbeiten und Beschichtungen gefragt sein.

Der Handwerksberuf bietet grundsätzlich drei Fachrichtungen zur Auswahl: Bei „Gestaltung und Instandhaltung“ liegt der (Ausbildungs-) Schwerpunkt beim Gestalten von Innenräumen und Fassaden, dem Verlegen von Bodenbelägen und der Bearbeitung von Wänden mit verschiedenen Maltechniken, Tapeten oder Dekorputzen. Daneben gibt es die Fachrichtungen „Kirchenmalerei und Denkmalpflege“ sowie „Bauten- und Korrosionsschutz“, deren besondere Qualitäten im Theater eher in speziellen Anwendungsfällen zum Einsatz kommen.

Hier handelt es sich nicht um den Beruf der Bühnenmalerei.

Voraussetzungen

Handwerkliches Geschick, Geduld und genaues Arbeiten sind wesentliche Elemente des Berufs, da oft unter relativ großem Zeitdruck eine exakte Arbeit abgeliefert werden muss. Die Arbeit als Handwerker:in am Theater bietet einen Spielraum zur Beratung bei Gestaltungsfragen, weshalb hier ein gutes Gefühl für Ästhetik und Farben vorhanden sein sollte.

Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer ab. Da Maler:innen als Veranstaltungshandwerker: innen neben ihrer handwerklichen Kernkompetenz auch übergreifend in der Veranstaltungstechnik mitarbeiten, sollte man sich durch begleitete Praktika mit der neuen Arbeitsumgebung vertraut machen. Ein Kurs wie z. B. „Basiswissen Veranstaltungstechnik“, wie er von einschlägigen Fortbildungsinstituten angeboten wird, dient dazu, auch rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeit in der Veranstaltungstechnik kennenzulernen. Auch für Maler:innen und Lackierer:innen gilt die Maxime des lebenslangen Lernens, da in ihrem Fachgebiet die Entwicklung stets weitergeht.