Berufsbild

Bühnenhandwerker:innen oder Veranstaltungshandwerker:innen werden im Theater überall da gebraucht, wo es um handwerkliche Kompetenzen geht, die im jeweiligen Gewerk über die einer Fachkraft für Veranstaltungstechnik hinausgehen. In den klassischen Repertoire-Theatern ist dies vor allem bei der technischen Einrichtung von neuen Produktionen oder bei der Pflege des Bestandes der Fall. Auch bei der Herstellung besonderer Effekte sind die Fähigkeiten der Handwerker:innen gefragt. Sollten ausreichend Kapazitäten auf der Bühne vorhanden sein, können Handwerker:innen die Werkstätten bei der Herstellung von Bühnenbildern unterstützen. Bühnenhand- bzw. Veranstaltungshandwerker:innen können in allen technischen Abteilungen arbeiten oder abteilungsübergreifend eingesetzt werden.

Voraussetzungen

Voraussetzung ist eine mindestens dreijährige Ausbildung in einem der folgenden Berufe: Tischler:in, Zimmerleute, Schlosser:in, Elektroniker:in, Raumausstatter:in sowie Maler:in/ Lackierer:in. Aktuell gefragt sind außerdem Mechatroniker:innen und Netzwerktechniker:innen. Wünschenswert und nützlich sind mehrere Jahre Praxiserfahrung im jeweiligen Berufsfeld. Die benötigten Kompetenzfelder sind vielfältig. Klassisch sind die Bereiche mit den Materialien Holz, Metall, Stoffen und Farben. Aber auch Handwerker:innen, die Elektroinstallation durchführen können, sind sehr gefragt.

Ausbildung

Da Bühnen- bzw. Veranstaltungshandwerker:innen neben ihrer handwerklichen Kernkompetenz auch übergreifend in der Veranstaltungstechnik mitarbeiten, empfiehlt es sich, sie durch begleitete Praktika mit der neuen Arbeitsumgebung vertraut zu machen. Ein Kurs wie z. B. „Basiswissen Veranstaltungstechnik“, wie er von einschlägigen Fortbildungsinstituten angeboten wird, dient dazu, auch rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeit in der Veranstaltungstechnik kennenzulernen